Solarpunk-Afrofuturistin, Sängerin
DJ Afrotech/DnB, Produzentin, Dozentin
aus Kongo
Siehe auch
Sie verbindet elektronische Musik, Dancehall, Afrobeats und kongolesische Musik zu futuristischen Klanglandschaften und erforscht dabei Bewusstsein und Utopie.
Energiegeladene Live-Performances schaffen kraftvolle, tanz-orientierte Reisen mit ihrer starken Stimme und elektronischen Beats.
Als DJ bewegt sich ihr Repertoire bass-lastiger Dancehall-/Ndombolo-Sets bis Drum’n’Bass & 180 BPM Hi-Tech, gemacht für den Trancefloor.
Sie ist Aktivistin, die ihre Plattform nutzt, um antirassistische, feministische und Geflüchteten-Kollektive zu unterstützen und tritt bei Protesten auf und leiht ihre Stimme Bewegungen, an die sie glaubt.
Ausgewählte Auftritte: Fusion Festival (DE), Reeperbahn Festival (DE), Entropie Festival (DE), Reggae Life Festival (Gambia & Senegal), sowie Clubs und Festivals in ganz Europa und Afrika.
Als Kind kongolesischer Eltern in Moskau geboren, wuchs Carmel in Frankreich auf, bis sie Anfang der 2000er nach Deutschland kam – nach Heidelberg und schließlich Berlin, wo sie seit vielen Jahren lebt und sich vor allem als Reggae- und Dancehall-Künstlerin mit Attitüde sowie politischer Kante einen Namen gemacht hat.
Ihre Musik beschreibt sie dabei als „Diaspora Dance Music“ oder Dance Music mit politischen Inhalt. Inspiriert und geprägt durch die kongolesische Popmusik „Soukouss“, fand Carmel früh ihren Zugang zum Dancehall, gleichzeitig wirkte sie in der Jugend als Sängerin in Reggae-Bands mit. Parallelen zwischen beiden Musikstilen sieht sie dabei nicht nur in musikalischen Parametern wie der Rhythmik oder Performance, sondern ebenso aufgrund der ähnlichen Entstehungsgeschichten.
Sie vereint in ihrem eigenen musikalischen Schaffen die Musik ihrer kongolesischen Wurzeln mit Dancehall, also der Musik jamaikanischer Nachkommen kongolesischer Sklaven, und paart diese oft mit Sounds aus dem Drum’n’Bass, Dupstep oder elektronischer sowie Pop-Musik – z.B. Song „Mabele Riddim“.
Mit ihren „conscious Lyrics“ und ihrem krassen Flow macht sich Carmel nach ihrem Umzug nach Deutschland vor allem in der linkspolitischen Szene einen Namen, u.a. durch ihre Arbeit mit dem Igboa Sound System und Ngoma Sound System oder durch ihre Kollaborationen mit Irie Révoltés („Mes sœurs“), der Rapperin FaulenzA („Tanzen“, „Wo sie mich haben wollen“) oder dem Rapper Mal Élevé, welcher – ebenso wie Rapper Msoke – bei Carmels Song „Oury Jalloh“ einen Part zugesteuert hat. Letzt genannter Track erschien als Single ihres 2015 über das Label Springstoff erschienenen Albums „Skwamat“, bei welchem Carmel Zoum ebenso auch als Produzentin beteiligt war. Der Begriff „Skwamat“ bedeutet „Häutung“ (von Reptilien). Er steht sinnbildlich für den Reflektions-Prozess Carmel Zoums, mit sich und der Welt stetig im Abgleich zu stehen, um sich weiterzuentwickeln. In diesem Sinne möchte sie mit ihrer Musik nicht nur zum Feiern und Tanzen anregen, sondern ebenso auch zum Nachdenken.
Deutlich wird dies, wenn man sich auch auf textlicher Ebene genauer mit ihrer Musik beschäftigt. Hier nutzt Carmel Zoum – ganz im Sinne der Ursprünge des Dancehalls der 1970er/80er Jahre – ihre Musik, um auf Missstände aufmerksam zu machen und marginalisierten Menschen eine Stimme zu geben.
So erzählt sie im Song „In the Club“ aus der Perspektive eines geflüchteten Menschen über dessen Entscheidungsprozess und Weg, das eigene Leben, samt Familie und Freunden, hinter sich zu lassen und ohne Perspektiven in Europa anzukommen. Oder sie setzt sich in einem Song wie „Lucifer Effect“ mit traditionellen und vor allem negativ behafteten Frauenbildern auseinander.
DISCOGRAPHIE
> April 2026: Queen Robot / Single
> Sep 2025: Faya Dubplate / Single | Atahsound
> Aug 2025: Galactic Dreams / Single | Atahsound
> Okt 2024: EP / Solarpunk | Tuko Records
> Okt 2023: Single: Clash
> 2022 Joystick / Single
> 2022 Ready to fight / Single
> 2021 Toxique / Single
> 2020 Telema / Single
> 2015 Skwamat Album | Springstoff
> 2015 Coming out Compilation Track | Springstoff
> 2015 In the Club Single | Killerrr records
> 2015 Mad Compilation Track | Springstoff
> 2014 Nouveau Jour Compilation Track | Reggae Livication
> 2014 Real Compilation Track | Reggae Livication
> 2013 High Compilation Track | GuerillJah Productions
> 2006 Monde Désenchanté Featuring | Chaoze One – Fame
> 2005 Le Show Compilation Track | Grand Etang
> 2003 Mes Soeurs Featuring | Irie Révoltés – Les Deux Cotés











